Premium Camera
Nur für Android2,69 €· Nutzerbewertung
Wer mit dem Smartphone nicht nur schnell ein Bild aufnehmen, sondern eine Aufnahme bewusst vorbereiten möchte, findet in Premium Camera einen ungewöhnlich vielseitigen Ansatz. Ich habe die App als Foto-Werkzeug erlebt, das sich weniger an spontane Schnappschüsse und stärker an geplante Aufnahmen richtet: mit Timer, Serienbildern, Greenscreen- und Chroma-Key-Funktionen, Zeitstempeln sowie einer Kalenderkamera. Das klingt zunächst nach einer langen Funktionsliste, in der Praxis ist aber vor allem interessant, wie diese Werkzeuge zusammenarbeiten.
Die von FUTUREMETA entwickelte Kamera-App gehört in den Bereich Fotografie und kostet 2,69 €. Sie richtet sich damit nicht an alle, die einfach nur die Standardkamera ihres Telefons ersetzen möchten. Wer jedoch regelmäßig Selbstporträts, Produktbilder, kleine Videoszenen oder dokumentarische Fotos vorbereitet, bekommt hier deutlich mehr Kontrolle als bei einer gewöhnlichen Kamera-App. Meine Einschätzung fällt deshalb klar aus: Premium Camera ist am stärksten, wenn ein Foto einen Zweck erfüllen soll und nicht lediglich schnell in der Galerie landen muss.
Wie sich Premium Camera im Alltag anfühlt
Beim ersten Einsatz fällt auf, dass die App nicht versucht, eine komplette Bildbearbeitung in eine Kameraoberfläche zu verwandeln. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Aufnahme selbst. Das ist sinnvoll, weil viele kreative Aufgaben bereits vor dem Auslösen entschieden werden: Steht die Kamera stabil? Soll eine Serie entstehen? Muss ein Datum direkt im Bild sichtbar sein? Wird ein Hintergrund ersetzt? Für solche Fragen bietet die App eigene Werkzeuge an, statt den Nutzer sofort in eine nachträgliche Bearbeitung zu schicken.
Der Kamera-Timer ist dabei weit mehr als eine Hilfe für Gruppenfotos. Ich sehe seinen größten Nutzen bei Aufnahmen, bei denen man beide Hände braucht. Ein Smartphone auf einem Stativ oder an einer festen Stelle, ein kurzer Vorlauf und anschließend mehrere Versuche können deutlich entspannter sein als das ständige Zurücklaufen zum Gerät. Für Selbstporträts lohnt es sich, den Bildausschnitt zuerst mit einem Testfoto zu prüfen und erst danach die eigentliche Aufnahme zu starten. So verhindert man, dass der Kopf zu nah am oberen Rand sitzt oder der Hintergrund unruhig wirkt.
Besonders praktisch ist die Kombination aus Timer und Burst-Modus. Bei einer einzelnen Selbstauslöser-Aufnahme hängt alles an einem Moment: ein Blinzeln, eine falsche Handhaltung oder eine Bewegung kann das Ergebnis unbrauchbar machen. Eine Serie gibt mir dagegen mehrere Varianten, aus denen ich später die natürlichste auswählen kann. Das ist ein konkreter Vorteil gegenüber der normalen Kamera, sofern das Telefon die beiden Funktionen dort nicht bereits sinnvoll miteinander verbindet.
Der Burst-Modus ist auch bei bewegten Motiven nützlich, allerdings sollte man ihn nicht mit einer professionellen Sportkamera verwechseln. Für ein spielendes Haustier, einen Sprung oder eine schnelle Geste kann eine Bildfolge die Chance auf einen guten Moment erhöhen. Bei sehr schnellen Szenen bleiben weiterhin die Grenzen des jeweiligen Smartphones entscheidend. Die App kann den Aufnahmeablauf besser strukturieren, aber sie ersetzt weder einen schnellen Sensor noch gutes Licht.
Greenscreen und Chroma-Key sinnvoll einsetzen
Die Greenscreen- und Chroma-Key-Funktionen sind die ungewöhnlichsten Bestandteile der App. Im Kern geht es darum, eine bestimmte Hintergrundfarbe aus dem Bild zu entfernen oder durch einen anderen visuellen Hintergrund zu ersetzen. Für einfache kreative Projekte ist das interessant: ein Porträt vor einer gleichmäßig grünen Fläche, ein kleines Produktfoto oder eine wiederkehrende Bildidee für soziale Netzwerke lassen sich damit direkt aus der Kamera heraus vorbereiten.
Der entscheidende praktische Tipp ist, die Hintergrundfarbe möglichst gleichmäßig auszuleuchten. Ein zerknittertes Tuch mit Schatten und Falten führt schnell zu Bereichen, die nicht sauber erkannt werden. Ebenso problematisch sind Kleidungsstücke oder Gegenstände in einer ähnlichen Farbe wie der Hintergrund. Wer eine Person vor Grün fotografiert, sollte deshalb keine grünen Details tragen und etwas Abstand zur Fläche lassen. Dieser Abstand hilft nicht nur bei der Trennung, sondern reduziert auch farbige Reflexe an Haaren und Kleidung.
Chroma-Key klingt nach einer Funktion, die automatisch perfekte Ergebnisse liefert, ist aber in Wirklichkeit stark von der Vorbereitung abhängig. Bei Haaren, transparenten Gegenständen oder feinen Kanten kann die Abgrenzung sichtbar schwieriger werden. Für eine schnelle Einladungskarte oder ein spielerisches Bild reicht das Ergebnis oft aus. Für eine saubere Werbegrafik mit vielen feinen Konturen würde ich weiterhin eine spezialisierte Bildbearbeitung bevorzugen, in der sich Masken nachträglich genauer korrigieren lassen.
Ein weiterer sinnvoller Arbeitsablauf besteht darin, zuerst die Lichtquelle zu kontrollieren und erst danach den Keying-Effekt zu testen. Wenn das Gesicht hell und der Hintergrund dunkel oder fleckig ist, wirkt die Trennung meist überzeugender. Wer direkt vor einer weißen Wand fotografiert und anschließend eine Farbe entfernen möchte, sollte nicht erwarten, dass ein beliebiger Farbton genauso zuverlässig funktioniert wie ein gut vorbereiteter, klar abgegrenzter Hintergrund.
Zeitstempel und Kalenderkamera für nachvollziehbare Bilder
Zeitstempel sind nicht für jedes Foto eine gute Idee. Bei privaten Porträts oder Landschaftsaufnahmen können sie das Bild unnötig technisch wirken lassen. Es gibt aber Situationen, in denen ein sichtbares Datum und eine Uhrzeit tatsächlich hilfreich sind: bei Fortschrittsfotos einer Renovierung, bei der Dokumentation eines handwerklichen Projekts oder wenn man regelmäßig denselben Ort fotografiert. Dann muss die Information nicht später aus den Dateidetails herausgesucht werden, sondern steht direkt im Bild.
Ich würde Zeitstempel allerdings bewusst einsetzen und nicht dauerhaft aktiv lassen. Ein späteres Zuschneiden kann den Aufdruck nicht wirklich elegant entfernen, weil er Teil der Aufnahme ist. Für eine fortlaufende Dokumentation ist das Feature daher stark, für Bilder, die später flexibel gestaltet werden sollen, eher hinderlich. Am besten legt man sich zwei klare Gewohnheiten an: einen neutralen Modus für normale Fotos und einen dokumentarischen Modus mit eingeblendeten Angaben.
Die Kalenderkamera passt besonders gut zu wiederkehrenden Motiven. Wer jeden Tag denselben Blick aus dem Fenster, den Baufortschritt eines Zimmers oder das Wachstum einer Pflanze festhält, kann die Aufnahmen zeitlich besser einordnen. Der Wert liegt weniger im einzelnen Bild als in der Serie. Gerade bei solchen Projekten ist es nützlich, den Standort des Telefons, den Abstand zum Motiv und möglichst auch die Lichtbedingungen ähnlich zu halten. Die App erleichtert die zeitliche Zuordnung, aber die Qualität des Vergleichs hängt weiterhin von einer konsequenten Aufnahmeweise ab.
Entwicklung, Kompatibilität und Wirkung auf bestehende Nutzer
Premium Camera ist seit dem 19. Dezember 2017 verfügbar und setzt mindestens Android 8.0 voraus. Dadurch ist die App grundsätzlich auch für ältere Geräte interessant, sofern sie diese Systemversion verwenden. Der Vorteil einer solchen Kompatibilität liegt auf der Hand: Man braucht nicht zwingend ein aktuelles Smartphone, um Timer, Serienaufnahmen oder dokumentarische Funktionen auszuprobieren. Gleichzeitig sollte man bei älteren Geräten realistisch bleiben. Die Bedienung kann funktionieren, während Verarbeitung, Speicherplatz und Kamerahardware trotzdem den praktischen Ablauf begrenzen.
Die Entwicklung der App lässt sich vor allem an ihrer thematischen Breite ablesen. Sie konzentriert sich nicht auf einen einzigen Spezialeffekt, sondern verbindet klassische Aufnahmehilfen mit kreativen und dokumentarischen Werkzeugen. Für bestehende Nutzer bedeutet das, dass sich der Nutzen nicht nur aus einer einzelnen Lieblingsfunktion ergibt. Wer zunächst wegen des Timers installiert, entdeckt möglicherweise später die Kalenderkamera. Wer mit Chroma-Key experimentiert, merkt vielleicht, dass der Burst-Modus für Selbstaufnahmen ebenso nützlich ist.
Eine Bewertung von 4,5 bei rund 5.000 abgegebenen Bewertungen zeigt, dass die App bei vielen Nutzern einen positiven Eindruck hinterlässt. Solche Zahlen sagen aber wenig darüber aus, ob sie zu meinem eigenen Fotostil passt. Eine Kamera-App kann sehr gut bewertet sein und trotzdem für jemanden ungeeignet bleiben, der ausschließlich eine möglichst einfache Oberfläche ohne zusätzliche Optionen sucht. Die etwa 100.000 Installationen sprechen für eine etablierte, aber nicht massenhaft verbreitete Anwendung. Ich würde sie deshalb eher als spezielles Werkzeug denn als Pflichtinstallation für jedes Smartphone beschreiben.
Für die Nutzung über Google Play können zusätzlich In-App-Käufe zwischen 3,29 € und 4,29 € anfallen. Das ist bei der Entscheidung wichtig, weil der Kaufpreis nicht zwingend die gesamte mögliche Ausgabe beschreibt. Ich würde vor der intensiven Nutzung prüfen, welche Funktionen im eigenen Ablauf tatsächlich benötigt werden. Wer nur gelegentlich einen Timer verwendet, sollte anders rechnen als jemand, der Greenscreen, Serienaufnahmen und Zeitstempel regelmäßig in ein Arbeitsverfahren einbaut.
Die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren passt zum Charakter der Anwendung. Es handelt sich um ein Fotowerkzeug ohne eine thematische Ausrichtung, die sich an ein bestimmtes Alter richtet. Für Familienfotos, Schulprojekte oder einfache kreative Experimente ist das unproblematisch. Die Freigabe ersetzt natürlich nicht den sorgfältigen Umgang mit Bildern anderer Personen. Gerade bei Chroma-Key-Projekten sollte man vor der Veröffentlichung klären, ob alle abgebildeten Menschen mit der Aufnahme und ihrer weiteren Verwendung einverstanden sind.
Ein realistischer Ablauf für ein Alltagsprojekt
Ein gutes Beispiel ist die Dokumentation einer kleinen Wohnungsrenovierung. Ich würde zunächst den Standort markieren, damit die Perspektive bei jeder Aufnahme ähnlich bleibt. Danach kann die Kalenderkamera helfen, die Bilder zeitlich nachvollziehbar zu machen. Für einzelne Arbeitsschritte, bei denen ich selbst im Bild sein möchte, kommt der Timer hinzu. Wenn mehrere Bewegungsphasen wichtig sind, liefert Burst eine Auswahl, ohne dass ich nach jeder Aufnahme zum Telefon zurückgehen muss.
Dieser Ablauf zeigt auch eine Grenze: Die App nimmt mir nicht die Planung ab. Sie kann das Datum einblenden und den Aufnahmeprozess erleichtern, aber sie sorgt nicht automatisch für identische Lichtverhältnisse, denselben Abstand oder eine perfekte Bildkomposition. Wer die Ergebnisse später vergleichen möchte, sollte deshalb eine feste Brennweite verwenden, das Smartphone möglichst nicht drehen und den Bildausschnitt vor jeder Serie kontrollieren.
Ein anderes Szenario ist ein kleines Produktfoto für einen privaten Verkauf. Ein gleichmäßiger Hintergrund, ein Timer und mehrere Serienbilder können helfen, ein scharfes und ordentliches Bild zu bekommen. Chroma-Key kann interessant sein, wenn der Gegenstand später vor einer anderen Farbe erscheinen soll. Für eine schnelle Anzeige genügt das oft. Wenn jedoch feine Kanten, glänzende Oberflächen oder transparente Teile beteiligt sind, würde ich das Foto zunächst neutral aufnehmen und die Freistellung lieber mit einem Werkzeug erledigen, das eine präzise Nachbearbeitung erlaubt.
Wo die App gegenüber gewöhnlichen Kamera-Alternativen punktet
Die Standardkamera des Smartphones ist meistens die bessere Wahl, wenn es auf Geschwindigkeit, automatische Bildverarbeitung und möglichst wenig Nachdenken ankommt. Sie ist sofort erreichbar, kennt die Hardware des Geräts und bietet häufig eine sehr direkte Bedienung. Premium Camera spielt ihre Stärke aus, wenn der Aufnahmeablauf selbst wichtig ist. Timer, Serienbilder, Zeitstempel und Kalenderkamera liegen dann näher an einer konkreten Aufgabe als an einem allgemeinen Fotomodus.
Gegenüber einer reinen Selfie-App wirkt Premium Camera weniger auf schnelle Verschönerung und mehr auf Kontrolle aus. Wer vor allem Filter, dekorative Effekte oder automatische Porträtkorrekturen sucht, wird bei einer spezialisierten Selfie-Anwendung wahrscheinlich schneller zum gewünschten Ergebnis kommen. Wer dagegen eine Person in einer bestimmten Position aufnehmen, mehrere Varianten sammeln oder einen Hintergrund farblich bearbeiten möchte, erhält hier den passenderen Werkzeugkasten.
Auch mit einer professionellen Kamera-App ist der Vergleich nicht ganz eindeutig. Manuelle Steuerung, RAW-Aufnahmen oder ausgefeilte Belichtungsoptionen sind für erfahrene Fotografen oft wichtiger als ein Zeitstempel oder eine Kalenderfunktion. Premium Camera richtet sich aus meiner Sicht nicht an diese technische Nische. Ihre Stärke ist die Verbindung aus einfacher Vorbereitung und ungewöhnlichen Aufnahmeideen. Sie ist weniger ein Labor für maximale Bildqualität als ein praktischer Helfer für kontrollierte Szenen.
Die wichtigsten Reibungspunkte vor der Installation
Die größte mögliche Hürde ist die Erwartungshaltung. Wer eine App mit dem Namen Premium Camera installiert, könnte eine umfassende Profi-Kamera mit jeder denkbaren manuellen Einstellung erwarten. Dafür würde ich sie nicht auswählen. Ihr Profil ist spezieller: Sie erweitert den Aufnahmeprozess um bestimmte Werkzeuge, statt das Smartphone in eine vollwertige Studiokamera zu verwandeln.
Der zweite Punkt betrifft die Qualität der Chroma-Key-Ergebnisse. Ohne passende Beleuchtung und einen ruhigen Hintergrund kann die Funktion mehr Nacharbeit erzeugen, als sie spart. Das ist kein Grund, sie abzuschreiben, aber ein klarer Trade-off. Für kreative Experimente ist sie interessant; für makellose Freistellungen sollte man zusätzliche Bearbeitung einplanen.
Der dritte Punkt ist der Umgang mit eingebrannten Informationen. Ein sichtbarer Zeitstempel kann bei einer Dokumentation wertvoll sein, schränkt aber die spätere Gestaltung ein. Ich würde deshalb vor einer längeren Serie zuerst ein paar Testbilder aufnehmen und prüfen, ob Position, Lesbarkeit und Größe wirklich passen. Ein einmal gestartetes Projekt mit unpassendem Aufdruck lässt sich nur schwer elegant korrigieren.
Schließlich sollte man die Kosten im Verhältnis zur Nutzung betrachten. Der Einstiegspreis von 2,69 € ist überschaubar, doch mögliche Käufe über Google Play können die Gesamtausgabe erhöhen. Für jemanden, der nur gelegentlich ein Gruppenfoto mit Timer macht, gibt es wahrscheinlich einfachere Lösungen, etwa die bereits vorhandene Kamera oder eine kostenlose Timer-App. Für regelmäßige dokumentarische oder kreative Aufnahmen kann sich die Kombination der Funktionen dagegen eher lohnen.
Für wen ich sie empfehlen würde
Ich würde Premium Camera besonders Menschen empfehlen, die häufig allein fotografieren, Fortschritte festhalten oder kleine Bildideen ohne großen technischen Aufbau umsetzen möchten. Auch für Eltern, Bastler, Hobbyverkäufer und Nutzer, die wiederkehrende Motive dokumentieren, ist die App interessant. Der Mehrwert entsteht nicht durch ein einzelnes spektakuläres Feature, sondern durch die Möglichkeit, mehrere vorbereitete Aufnahmearten in einem Werkzeug zu bündeln.
Weniger passend ist sie für Nutzer, die nur die schnellste Kamera suchen, jedes Bild automatisch optimiert haben möchten oder eine umfangreiche manuelle Kontrolle über Belichtung und Dateiformate erwarten. Auch wer hauptsächlich nachträgliche Filter und soziale Effekte verwendet, dürfte mit einer anderen App schneller ans Ziel kommen. In diesen Fällen würde ich die Standardkamera oder eine klar auf Bearbeitung spezialisierte Anwendung bevorzugen.
Vor dem Kauf würde ich mir deshalb drei Fragen stellen: Fotografiere ich oft mit Timer? Brauche ich sichtbare Zeitangaben oder eine wiederkehrende Dokumentation? Möchte ich mit farbigen Hintergründen und Serienaufnahmen experimentieren? Wenn mindestens zwei Antworten positiv ausfallen, ist die App deutlich interessanter als ihr zunächst nüchternes Kamera-Thema vermuten lässt.
Was ich bei der weiteren Nutzung beobachten würde
Bei einer längerfristigen Nutzung würde ich vor allem darauf achten, wie gut die App in den eigenen Ablauf passt. Entscheidend ist nicht nur, ob eine Funktion vorhanden ist, sondern ob sie schnell genug erreichbar ist und zuverlässig zum gewünschten Ergebnis führt. Besonders beim Chroma-Key lohnt sich ein wiederholbarer Aufbau mit gleicher Beleuchtung. So lässt sich besser beurteilen, ob die Funktion dauerhaft Zeit spart oder eher zum gelegentlichen Experiment bleibt.
Ebenso wichtig ist die Frage, ob die zusätzlichen Optionen den Alltag vereinfachen oder die Oberfläche überladen. Für ein geplantes Projekt nehme ich mir gerne Zeit für Einstellungen. Bei einem spontanen Motiv möchte ich dagegen nicht erst mehrere Aufnahmearten prüfen. Die App ist deshalb am überzeugendsten, wenn ich sie bewusst für eine Aufgabe öffne, nicht wenn ich sie als völlig reibungslose Ersatzkamera für jeden Moment betrachte.
Mein abschließendes Urteil fällt positiv, aber gezielt aus. Premium Camera ist keine beliebige Kamera-App, sondern ein Werkzeug für vorbereitete, wiederholbare und kreative Aufnahmen. Timer und Burst helfen bei Selbstaufnahmen und bewegten Motiven, Zeitstempel und Kalenderkamera bei der Dokumentation, während Greenscreen und Chroma-Key zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Wer diese Aufgaben wirklich hat, bekommt eine interessante Ergänzung zur Standardkamera. Wer lediglich schnell fotografieren oder automatisch perfekte Bilder erhalten möchte, sollte sich den Aufpreis und die zusätzlichen Einstellungen sparen.
Vorteile
- Manuelle Steuerung von ISO
- Fokus und Belichtungszeit
- RAW-Aufnahmen ermöglichen eine flexible Nachbearbeitung
- Übersichtliche Oberfläche für schnelle Kameraeinstellungen
- Nützliche Rasterlinien erleichtern die Bildkomposition
- Gute Option für Nutzer ohne monatliches Abonnement
Nachteile
- Einige Funktionen hängen von der Gerätehardware ab
- RAW-Dateien benötigen deutlich mehr Speicherplatz
- Manuelle Optionen können Einsteiger zunächst überfordern
- Bildqualität bleibt vom Smartphone-Sensor abhängig
- Nicht jedes Gerät unterstützt alle Aufnahmeformate
FAQ
Was ist Premium Camera und welche Funktionen bietet die App?
Premium Camera ist eine Kamera-App für Smartphones, die sich an Nutzer richtet, die mehr Kontrolle über ihre Aufnahmen wünschen als mit der vorinstallierten Kamera. Je nach Gerät und Betriebssystem können Funktionen wie manuelle Einstellungen für Fokus, Belichtung, ISO und Weißabgleich, verschiedene Aufnahmemodi, Filter sowie eine bessere Kontrolle über Fotos und Videos verfügbar sein. Der tatsächliche Funktionsumfang kann jedoch vom Smartphone-Modell abhängen.
Ist Premium Camera kostenlos oder entstehen zusätzliche Kosten?
Vor dem Download sollte geprüft werden, ob Premium Camera kostenlos angeboten wird oder ob bestimmte Funktionen nur nach einem Kauf beziehungsweise über ein Abonnement freigeschaltet werden. Auch Werbung oder optionale In-App-Käufe können Bestandteil der App sein. Besonders wichtig ist, die Angaben im Google Play Store oder App Store zu lesen, da Preise, Testzeiträume und Zahlungsbedingungen je nach Plattform und Region unterschiedlich ausfallen können.
Funktioniert Premium Camera auf jedem Android- oder iOS-Gerät?
Die App funktioniert nicht automatisch auf jedem Smartphone mit Android oder iOS. Einige Kameraoptionen hängen von der verbauten Hardware, der Betriebssystemversion und den vom Hersteller freigegebenen Schnittstellen ab. Auf älteren Geräten können manuelle Einstellungen, bestimmte Videoauflösungen oder Spezialeffekte fehlen. Deshalb sollten Nutzer vor der Installation die unterstützte Betriebssystemversion und die Kompatibilitätsangaben im jeweiligen App-Store kontrollieren.
Welche Berechtigungen benötigt Premium Camera und sind meine Fotos sicher?
Eine Kamera-App benötigt normalerweise Zugriff auf die Kamera, das Mikrofon für Videoaufnahmen sowie den Speicher oder die Fotomediathek, um Bilder zu speichern und auszuwählen. Diese Berechtigungen sollten nachvollziehbar sein und nur bei Bedarf erteilt werden. Vor der Nutzung empfiehlt es sich, die Datenschutzinformationen des Entwicklers zu lesen. Außerdem sollte geprüft werden, ob Fotos ausschließlich lokal gespeichert oder zusätzlich online verarbeitet beziehungsweise synchronisiert werden.
Lohnt sich Premium Camera im Vergleich zur Standard-Kamera des Smartphones?
Premium Camera kann sich besonders für Nutzer lohnen, die manuelle Einstellungen, zusätzliche Aufnahmeoptionen oder eine übersichtlichere Kontrolle über ihre Fotos wünschen. Wer hauptsächlich schnell Schnappschüsse aufnimmt, wird möglicherweise bereits mit der Standard-Kamera zufrieden sein. Der Mehrwert hängt daher stark vom eigenen Anspruch, der Smartphone-Hardware und den tatsächlich freigeschalteten Funktionen ab. Vor dem Kauf sollten Preis, Bewertungen und verfügbare Werkzeuge verglichen werden.

















