BlackCam Pro - B&W Camera
Nur für Android0,89 €· Nutzerbewertung
Wer Schwarzweißfotos nicht erst nachträglich aus Farbbildern herausfiltern möchte, bekommt mit BlackCam Pro ein bewusst fokussiertes Werkzeug. Ich habe die Kamera-App als Ergänzung zur normalen Smartphone-Kamera betrachtet, nicht als vollständigen Fotoeditor. Genau darin liegt ihre Stärke: Sie lenkt den Blick schon beim Fotografieren auf Licht, Schatten, Formen und Kontraste. Für spontane monochrome Aufnahmen ist das oft hilfreicher als ein späterer Filter.
Die Anwendung stammt von XnView und gehört zur Kategorie Fotografie. Sie kostet 0,89 €, ist ab USK ab 0 Jahren freigegeben und läuft ab Android 6.0. Mit der aktuellen Version 1.73 wirkt sie wie eine kleine Spezialkamera für Menschen, die eine klare Bildidee verfolgen. Wer dagegen eine umfangreiche Bearbeitungssuite mit Ebenen, Retusche und vielen Exportmöglichkeiten erwartet, sollte seine Erwartungen deutlich niedriger ansetzen.
Schwarzweiß schon beim Fotografieren beurteilen
Der wichtigste Unterschied zu einer gewöhnlichen Kamera-App ist für mich die unmittelbare Vorschau. Das Motiv erscheint bereits in einer monochromen Bildsprache, bevor ich den Auslöser drücke. Dadurch bewerte ich nicht mehr automatisch die Farbe eines roten Hauses, eines blauen Himmels oder einer grünen Jacke, sondern sehe, ob die Szene durch Helligkeitsunterschiede überhaupt trägt.
Das klingt zunächst nach einer kleinen Änderung, beeinflusst aber die Aufnahmeentscheidung spürbar. Bei einem farbenfrohen Motiv kann ein Schwarzweißfilter schnell flach wirken, weil benachbarte Farben in ähnliche Grautöne fallen. Umgekehrt gewinnen Strukturen, Gesichter mit seitlichem Licht und grafische Schatten oft an Wirkung. Die App eignet sich deshalb besonders für Situationen, in denen die Form wichtiger ist als die Farbe.
Im Alltag nutze ich diesen Ansatz vor allem bei Architektur, Innenräumen und ruhigen Porträts. Ein Treppenhaus mit klaren Linien kann in Farbe nebensächlich aussehen, während die Abstufungen von hellen Wänden und dunklen Geländern das Bild in Schwarzweiß zusammenhalten. Bei einem Spaziergang hilft die Live-Darstellung außerdem, störende Farbflecken früh zu erkennen. Ein leuchtendes Werbeschild, das in Farbe Aufmerksamkeit auf sich zieht, kann in der monochromen Ansicht plötzlich weniger problematisch sein.
Die eigentliche Stärke ist nicht der Filter selbst, sondern die Entscheidung vor der Aufnahme. Ich kann bereits beim Ausrichten prüfen, ob das Motiv genügend Kontrast besitzt. Das spart den typischen Umweg, mehrere Farbfotos aufzunehmen, sie später umzuwandeln und dann festzustellen, dass die Bildidee ohne Farbe nicht funktioniert.
Für welche Motive die App besonders gut funktioniert
Bei starkem Seitenlicht zeigt die Vorschau schnell, ob aus einem Gesicht ein ausdrucksstarkes Porträt oder nur ein unruhiges Muster aus hellen und dunklen Flächen wird. Für solche Aufnahmen würde ich das Smartphone nicht einfach auf Automatik halten. Ich bewege mich ein wenig, verändere den Winkel und suche eine Position, in der die Schatten nicht wichtige Details verschlucken.
Auch bei Texturen ist die App interessant. Alte Mauern, Holz, Metall, nasse Straßen oder Stoffe profitieren häufig davon, dass Farbe nicht von der Oberfläche ablenkt. Ein nützlicher Arbeitsablauf besteht darin, zuerst nach wiederholten Formen zu suchen und erst danach auf das eigentliche Motiv zu achten. In der Schwarzweißansicht fallen Linien und Muster schneller auf, die in einer farbigen Szene untergehen.
Für Landschaften ist die Einschätzung differenzierter. Ein dramatischer Himmel oder Nebel kann sehr gut funktionieren, aber eine Landschaft, deren Reiz ausschließlich aus kräftigen Farben besteht, verliert durch die Umwandlung ihren wichtigsten Inhalt. Ich würde die App daher nicht als Standardkamera für jede Reise verwenden. Sie ist besser, wenn ich gezielt eine Serie mit einheitlicher Stimmung aufnehmen möchte.
Bei bewegten Motiven hängt das Ergebnis stärker vom Smartphone und von der jeweiligen Lichtsituation ab als von der App allein. Die Anwendung kann die Bildwirkung steuern, aber sie ersetzt keine kurze Belichtungszeit, keine ruhige Hand und keine gute Position. Wer Sport, Tiere in Bewegung oder schnelle Alltagsszenen fotografieren möchte, ist mit der normalen Kamera des Telefons oft flexibler.
Ein praktischer Ablauf für bessere Ergebnisse
Ich würde nicht sofort auf den Auslöser tippen, sobald das Motiv in der Vorschau interessant aussieht. Zuerst lohnt es sich, die hellste und die dunkelste Stelle im Bild zu suchen. Wenn beide Bereiche nahe beieinanderliegen, wirkt das Foto schnell grau und kraftlos. Gibt es dagegen klare Übergänge, kann die Aufnahme auch ohne Farbe Tiefe bekommen.
Ein weiterer hilfreicher Schritt ist, das Motiv kurz aus verschiedenen Entfernungen zu betrachten. Bei Schwarzweißbildern stören kleine Elemente am Rand oft stärker, weil sie als helle oder dunkle Flecken erscheinen. Ein kleiner Schritt zur Seite kann genügen, um einen Pfosten, ein Schild oder eine helle Reflexion aus dem Bild zu nehmen. Diese Art der Bildkontrolle ist für mich wertvoller als das spätere Ausprobieren vieler Filter.
Für eine zusammengehörige Bildserie würde ich außerdem möglichst eine ähnliche Lichtsituation beibehalten. Wenn ein Foto bei weichem Schatten und das nächste bei hartem Mittagssonnenlicht entsteht, kann die Serie trotz derselben monochromen Behandlung uneinheitlich wirken. Die App erleichtert zwar die gemeinsame visuelle Richtung, nimmt mir aber nicht die Aufgabe ab, die Bedingungen bewusst zu wählen.
Ein eher unterschätzter Vorteil ist die Konzentration. Weil die Anwendung auf Schwarzweißaufnahmen zugeschnitten ist, verbringe ich weniger Zeit mit der Frage, welcher Effekt später besser passen könnte. Das kann gerade unterwegs angenehm sein. Ich fotografiere weniger beliebig und achte stärker darauf, warum eine Szene als Bild funktionieren soll.
Wo die Spezialisierung an ihre Grenzen stößt
Die klare Ausrichtung ist zugleich die wichtigste Einschränkung. Wer nach der Aufnahme umfangreiche Korrekturen erwartet, wird BlackCam Pro nicht als Ersatz für einen ausgewachsenen Editor empfinden. Für präzise Retusche, komplexe Farbkorrekturen, Ebenen oder eine detaillierte Bildmontage brauche ich weiterhin eine andere Anwendung. Die Kamera hilft mir bei der monochromen Aufnahmeidee, aber sie ist kein kompletter Arbeitsplatz für die Nachbearbeitung.
Auch die Schwarzweißvorschau darf nicht mit einer Garantie für ein starkes Endbild verwechselt werden. Ein Motiv kann auf dem kleinen Smartphone-Display überzeugend aussehen und später dennoch zu wenig Zeichnung in den Schatten besitzen. Besonders bei sehr kontrastreichem Licht sollte ich wichtige Details kontrollieren und nicht nur nach dem ersten visuellen Eindruck entscheiden.
Die App ist außerdem weniger passend, wenn ich bewusst in Farbe fotografieren und erst später verschiedene Varianten vergleichen möchte. Die normale Smartphone-Kamera bietet dafür den größeren Spielraum. Sie ist ebenfalls die bessere Wahl, wenn ich mehrere Aufnahmearten in einer einzigen Oberfläche brauche und nicht zwischen spezialisierten Werkzeugen wechseln möchte.
Ein weiterer Trade-off betrifft die Arbeitsweise: Die Spezialisierung macht den Einstieg leicht, setzt aber voraus, dass ich Schwarzweiß wirklich als Gestaltungsmittel nutzen möchte. Wer nur gelegentlich ein einzelnes Bild in Graustufen umwandeln will, erhält durch eine separate Kamera-App möglicherweise keinen großen Vorteil. In diesem Fall reicht der vorhandene Editor des Telefons oft aus und erspart eine zusätzliche Anwendung.
Die Nutzerzahlen zeigen dennoch, dass das Konzept auf Interesse stößt. BlackCam Pro kommt auf über 100.000 Installationen und einen Durchschnitt von 4,2 bei rund 3.100 Bewertungen. Diese Werte machen die App nicht automatisch zur besten Lösung für jeden, passen aber zu meinem Eindruck: Sie spricht eine klar umrissene Gruppe an, die eine unkomplizierte Schwarzweißkamera sucht, statt eine möglichst große Sammlung an Funktionen zu verlangen.
Ein realistisches Beispiel aus dem Alltag
Stell dir vor, du gehst an einem bewölkten Nachmittag durch eine ältere Innenstadt. In Farbe konkurrieren Fassaden, Verkehrsschilder, Schaufenster und Kleidung um Aufmerksamkeit. Mit der App kannst du schon beim Gehen prüfen, welche Ausschnitte durch Linien und Helligkeit zusammengehalten werden. Ein Hauseingang mit einer dunklen Tür, hellem Mauerwerk und einem schmalen Lichtstreifen kann dadurch interessanter werden als die farbenprächtige Straße daneben.
Ich würde in dieser Situation nicht einfach eine lange Serie aus identischer Entfernung aufnehmen. Besser ist es, zuerst eine Totale zu versuchen, anschließend näher an die Struktur heranzugehen und schließlich auf einen einzelnen Schatten oder eine Spiegelung zu warten. So entstehen drei unterschiedliche Bildideen statt mehrfach derselben Aufnahme. Die App unterstützt diese Suche, weil ich die Wirkung der Szene direkt in der vorgesehenen Bildsprache sehe.
Für ein Familienfoto ist die Einschätzung vorsichtiger. Ein ruhiges Porträt bei weichem Fensterlicht kann sehr schön wirken, während ungleichmäßiges Deckenlicht Haut und Hintergrund schnell unruhig macht. Wenn die Person spontan posiert oder sich viel bewegt, würde ich eher die Standardkamera verwenden und später eine Schwarzweißversion testen. Die spezialisierte Vorschau ist dann weniger wichtig als die Sicherheit, den Moment technisch zuverlässig festzuhalten.
Für wen sich der Kauf lohnt
Ich empfehle die App vor allem Menschen, die regelmäßig mit dem Smartphone fotografieren und ihre Motive bewusster auswählen möchten. Sie passt zu Einsteigern, die Schwarzweiß ausprobieren wollen, ebenso wie zu erfahrenen Fotografierenden, die eine schnelle Kamera für bestimmte Serien suchen. Der geringe Preis von 0,89 € macht den Versuch vergleichsweise unkompliziert, sofern die eingeschränkte Ausrichtung zur eigenen Arbeitsweise passt.
Besonders sinnvoll ist sie für Nutzer, die sich von der Farbdarstellung ihres Telefons ablenken lassen. Die unmittelbare monochrome Ansicht zwingt nicht zu einem bestimmten Stil, aber sie verschiebt die Aufmerksamkeit auf Kontrast, Kontur und Licht. Wer diesen Lernaspekt ernst nimmt, kann die App auch als Übungswerkzeug verwenden: Vor jeder Aufnahme lässt sich überlegen, welche Flächen später hell, mittel oder dunkel erscheinen sollen.
Weniger geeignet ist sie für Menschen, die eine All-in-one-Kamera suchen. Wenn du häufig Videos, Panoramen, farbige Schnappschüsse und aufwendige Nachbearbeitungen in einem durchgängigen Ablauf erledigst, wird der Wechsel zu einer spezialisierten Anwendung eher bremsen. Auch für Nutzer, die ihre Bilder grundsätzlich erst später bewerten, ist der zentrale Vorteil der Live-Schwarzweißansicht weniger relevant.
Vor der Installation würde ich außerdem prüfen, ob das eigene Telefon noch mindestens Android 6.0 verwendet. Für aktuelle Geräte ist diese Voraussetzung normalerweise keine große Hürde, bei älteren Smartphones sollte sie aber nicht übergangen werden. Die Altersfreigabe ab 0 Jahren macht die App grundsätzlich niedrigschwellig; entscheidend ist am Ende nicht das Alter, sondern das Interesse an einer bewusst reduzierten Bildsprache.
Mein Urteil nach dem praktischen Einsatz
BlackCam Pro ist für mich dann überzeugend, wenn ich nicht einfach irgendein Foto aufnehmen, sondern eine Szene von Anfang an als Schwarzweißbild sehen möchte. Die Anwendung macht aus einem Smartphone keine professionelle Kamera und ersetzt keinen umfangreichen Editor. Ihr Wert liegt in der Spezialisierung: Sie hilft, Farbe aus der ersten Bildentscheidung herauszunehmen und dadurch andere Eigenschaften eines Motivs wahrzunehmen.
Die Version 1.73 ist eine passende Wahl für alle, die diesen direkten, konzentrierten Ablauf mögen. Ich würde sie nicht als einzige Kamera auf dem Telefon empfehlen, sondern als ergänzendes Werkzeug für Architektur, Texturen, Licht-Schatten-Szenen und ausgewählte Porträts. Wer vielseitige Automatik, farbige Aufnahmen und umfangreiche Bearbeitung in einer App erwartet, fährt mit der Standardkamera oder einem größeren Fotoeditor besser.
Mein Fazit fällt deshalb klar, aber nicht uneingeschränkt aus: BlackCam Pro lohnt sich für gezielte Schwarzweißfotografie, nicht für jede fotografische Aufgabe. Wenn du beim Fotografieren lernen möchtest, Kontraste früher zu erkennen und deine Motive bewusster zu komponieren, ist der direkte Blick in Graustufen ein echter Vorteil. Wenn dein Ziel dagegen maximale Flexibilität und nachträgliche Kontrolle ist, solltest du das Geld eher in eine vielseitigere Lösung investieren.
Vorteile
- Viele manuelle Einstellungen für Belichtung
- Fokus und Kontrast
- Live-Vorschau der Schwarzweiß-Filter erleichtert die Bildgestaltung
- Unterstützt hochauflösende Aufnahmen auf kompatiblen Geräten
- Intuitive Bedienung ohne überladene Oberfläche
- Bietet verschiedene Film- und Körnungseffekte für analoge Looks
Nachteile
- Einige Funktionen wirken auf älteren Geräten weniger flüssig
- Keine umfangreichen Farbwerkzeuge für nachträgliche Bearbeitung
- RAW-Unterstützung kann je nach Smartphone fehlen
- Die Pro-Version ist kostenpflichtig und nicht für alle Nutzer nötig
- Starke Filter können feine Bilddetails sichtbar reduzieren
FAQ
Was ist BlackCam Pro – B&W Camera und wofür eignet sich die App?
BlackCam Pro ist eine Kamera-App, die sich vollständig auf Schwarz-Weiß-Fotografie konzentriert. Sie eignet sich besonders für Nutzer, die ihren Bildern einen klassischen, minimalistischen oder künstlerischen Stil verleihen möchten. Statt Fotos erst nachträglich aufwendig zu bearbeiten, können Sie verschiedene monochrome Looks bereits während der Aufnahme ausprobieren und dadurch besser beurteilen, wie Licht, Schatten und Kontraste wirken.
Welche Funktionen bietet BlackCam Pro für die Schwarz-Weiß-Fotografie?
Die App bietet verschiedene Schwarz-Weiß-Filter und ermöglicht es, den gewünschten Bildstil direkt vor der Aufnahme auszuwählen. Je nach Version und Gerät können zusätzlich Einstellungen für Kontrast, Belichtung, Helligkeit oder andere Bildeffekte verfügbar sein. Praktisch ist vor allem die Live-Vorschau, mit der Sie sofort sehen, wie sich eine Szene in monochromer Darstellung verändert, bevor Sie den Auslöser betätigen.
Ist BlackCam Pro für Anfänger geeignet oder braucht man Erfahrung mit Fotografie?
BlackCam Pro ist grundsätzlich auch für Einsteiger geeignet, da die wichtigsten Funktionen einfach zugänglich sind und keine umfangreichen fotografischen Vorkenntnisse voraussetzen. Gleichzeitig profitieren erfahrene Nutzer von der direkten Kontrolle über den Bildstil und der Möglichkeit, gezielt mit Kontrasten, Formen und Licht zu arbeiten. Für besonders gute Ergebnisse lohnt es sich, verschiedene Filter bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen miteinander zu vergleichen.
Kann ich mit BlackCam Pro bereits vorhandene Fotos bearbeiten?
Ob Sie vorhandene Bilder aus der Galerie importieren und nachträglich bearbeiten können, hängt von der jeweiligen App-Version und den unterstützten Funktionen auf Ihrem Android- oder iOS-Gerät ab. Der Schwerpunkt von BlackCam Pro liegt jedoch auf der Aufnahme von Schwarz-Weiß-Fotos mit einer Live-Vorschau. Vor dem Download sollten Sie deshalb die aktuelle Funktionsbeschreibung im jeweiligen App Store prüfen, wenn Ihnen die Bearbeitung bestehender Fotos wichtig ist.
Ist BlackCam Pro kostenlos und gibt es Einschränkungen oder In-App-Käufe?
BlackCam Pro ist in der Regel als kostenpflichtige oder werbefreie Pro-Anwendung erhältlich, wobei sich Preis, Verfügbarkeit und enthaltene Funktionen je nach Plattform und Region ändern können. Prüfen Sie vor der Installation die Angaben im Google Play Store oder Apple App Store. Achten Sie besonders darauf, ob alle Filter und Kameraoptionen im Kauf enthalten sind oder ob zusätzliche In-App-Käufe beziehungsweise Berechtigungen erforderlich sind.

















