LN - Nachrichten und Podcast
Nur für AndroidFree· Nutzerbewertung
Ich habe LN – Nachrichten und Podcast vor allem in einem Haushalt ausprobiert, in dem nicht jede Person dieselben Nachrichteninteressen hat. Genau dort zeigt sich schnell, ob eine Nachrichten-App im Alltag wirklich hilft oder nur eine weitere Quelle für Meldungen ist. LN richtet sich an Menschen, die aktuelle Nachrichten, Einordnungen und Meinungen aus dem Umfeld des RedaktionsNetzwerks Deutschland GmbH gebündelt auf dem Smartphone lesen möchten. Die App ist kostenlos erhältlich und gehört in den Bereich Nachrichten und Zeitschriften.
Mein erster Eindruck war angenehm klar: LN wirkt nicht wie ein allgemeiner Nachrichtenkiosk mit unzähligen fremden Quellen, sondern wie ein redaktionell geprägtes Angebot mit eigener Auswahl. Das ist zugleich die größte Stärke und die wichtigste Grenze. Wer eine überschaubare, journalistisch kuratierte Anlaufstelle sucht, findet hier einen guten Begleiter. Wer dagegen möglichst viele Medien, internationale Perspektiven oder eine vollständig frei zusammenstellbare Nachrichtenwelt erwartet, wird vermutlich zusätzliche Apps brauchen.
Wie LN im gemeinsamen Haushalt funktioniert
In meinem Alltag lässt sich die App gut in kurze Zeitfenster einbauen. Morgens reicht ein schneller Blick, um die wichtigsten Themen des Tages zu erfassen. Später kann ich einzelne Hintergründe oder Meinungsbeiträge in Ruhe öffnen. Diese Zweiteilung ist praktisch, wenn ein Smartphone oder Tablet von mehreren Personen genutzt wird: Eine Person kann sich kurz über das Tagesgeschehen informieren, während eine andere später ausführlicher liest oder einen Podcast anhört.
Gerade auf einem gemeinsam verwendeten Gerät sollte man aber nicht automatisch davon ausgehen, dass jede Nutzung völlig getrennt bleibt. Nachrichten-Apps werden häufig geöffnet, während jemand anderes das Gerät gerade nicht erwartet, etwa beim Frühstück, auf dem Sofa oder während einer kurzen Pause. Deshalb würde ich vor der gemeinsamen Nutzung klären, wer das Gerät wann verwendet und ob Benachrichtigungen für alle passend sind. LN kann die Nachrichtenversorgung organisieren, ersetzt aber keine Absprache innerhalb des Haushalts.
Für mich liegt der Wert der App weniger darin, jede einzelne Meldung sofort zu liefern, sondern darin, einen redaktionellen Einstieg in den Tag zu geben. Das hilft besonders dann, wenn ich nicht mehrere Nachrichtenangebote nacheinander durchsuchen möchte. Die Mischung aus Nachrichten, Hintergründen und Meinungen bietet dabei verschiedene Lesetiefen: Ich kann mich knapp orientieren oder bei einem Thema länger bleiben.
Ein sinnvoller Ablauf ist, zuerst die aktuellen Meldungen zu überfliegen und erst danach Kommentare oder ausführlichere Einordnungen zu lesen. So vermische ich die reine Information nicht vorschnell mit einer Bewertung. Das klingt banal, ist bei einer App, die Nachrichten und Meinungen nebeneinander anbietet, aber eine nützliche Gewohnheit. Wer LN in einem Haushalt nutzt, kann diesen Unterschied auch Kindern oder jüngeren Familienmitgliedern erklären: Eine Nachricht beschreibt ein Ereignis, ein Meinungsbeitrag bewertet es.
Die App eignet sich außerdem für ein gemeinsames Gespräch. Wenn am Abend ein Thema aus den Nachrichten auftaucht, kann man den entsprechenden Beitrag gemeinsam lesen oder anhören, statt sich nur auf einzelne Überschriften aus sozialen Netzwerken zu verlassen. Dabei sollte man trotzdem darauf achten, dass ein einzelner Beitrag nicht automatisch die gesamte Faktenlage abbildet. Für wichtige oder kontroverse Themen würde ich weiterhin mehrere seriöse Quellen vergleichen.
Ein realistischer Tagesablauf mit mehreren Nutzern
Stell dir einen Haushalt vor, in dem eine Person früh zur Arbeit fährt, eine andere tagsüber mit Kindern beschäftigt ist und jemand am Abend Zeit für längere Beiträge hat. Die erste Person nutzt LN morgens für einen schnellen Überblick. Die zweite öffnet die App später, wenn einige Minuten Ruhe entstehen, und hört einen Podcast oder liest einen Hintergrund. Am Abend dient ein Beitrag als Gesprächsgrundlage, ohne dass alle zur selben Zeit am Bildschirm sitzen müssen.
Dieser Ablauf funktioniert vor allem deshalb, weil die App unterschiedliche Nutzungstiefen zulässt. Sie muss nicht immer als lange Lesesitzung verwendet werden. Gleichzeitig würde ich nicht erwarten, dass dadurch automatisch ein gemeinsamer Nachrichtenstand entsteht. Jeder liest andere Themen, setzt andere Schwerpunkte und versteht Beiträge aus seiner eigenen Perspektive. Für die Koordination hilft daher eine einfache Absprache wie: „Schick mir den Beitrag später“ oder „Lass uns das heute Abend gemeinsam ansehen.“
Ein kleiner, aber wichtiger Tipp: Wenn du ein gemeinsames Gerät verwendest, öffne LN möglichst nicht mitten in einer Unterhaltung oder während jemand anderes gerade konzentriert arbeitet. Nachrichten können emotional oder belastend sein, und ein unerwarteter Beitrag auf dem Bildschirm passt nicht immer zur Situation. Die App ist ein Werkzeug für Information, aber der Zeitpunkt der Nutzung bleibt eine Frage des Haushaltsalltags.
Einrichtung und klare Grenzen zwischen Konten
Die Installation ist grundsätzlich unkompliziert, weil LN kostenlos angeboten wird. Die App läuft auf Geräten ab Android 8.0. Das ist hilfreich für Haushalte, in denen nicht jedes Smartphone neu ist. Vor der Einrichtung würde ich trotzdem prüfen, welches Gerät verwendet wird und ob der verfügbare Speicher sowie das Betriebssystem noch sinnvoll zum restlichen Alltag passen. Gerade bei älteren Geräten kann nicht die App selbst, sondern die allgemeine Geschwindigkeit des Smartphones zum entscheidenden Faktor werden.
Bei einem gemeinsam genutzten Gerät ist die wichtigste Grenze nicht technischer Natur, sondern organisatorisch: Wer liest was, und wer entscheidet über Käufe? LN enthält kostenpflichtige In-App-Angebote, deren Abrechnung über Google Play zwischen 4,99 € und 79,99 € liegen kann. Deshalb würde ich auf einem Familiengerät besonders sorgfältig mit dem Google-Play-Konto umgehen. Kinder oder Gäste sollten nicht einfach auf einem Gerät einkaufen können, das mit dem Konto einer anderen Person verbunden ist.
Ich würde außerdem vermeiden, die App für alle Haushaltsmitglieder als persönliche Ablage zu betrachten. Wenn mehrere Menschen dasselbe Smartphone verwenden, können Lesegewohnheiten, geöffnete Beiträge oder Benachrichtigungen schnell durcheinandergeraten. Das ist kein spezielles Problem von LN, aber bei Nachrichten besonders auffällig, weil persönliche Interessen sehr unterschiedlich sein können. Ein gemeinsames Gerät eignet sich gut für gelegentliches Lesen; für dauerhaft getrennte Nutzung sind eigene Geräte und klar getrennte Konten die sauberere Lösung.
Wer LN auf einem privaten Smartphone nutzt, hat es einfacher: Die App bleibt dem eigenen Tagesrhythmus zugeordnet, und Nachrichteninteressen werden nicht mit denen anderer Personen vermischt. Bei einem Tablet im Wohnzimmer würde ich dagegen vorher vereinbaren, ob es eher für gemeinsame Inhalte oder für persönliche Nutzung gedacht ist. Diese Entscheidung beeinflusst, wie sinnvoll Benachrichtigungen, Lesezeichen und kostenpflichtige Angebote im Alltag sind.
Ein weiterer praktischer Punkt betrifft die Erwartung an die App. LN ist keine neutrale Sammelstelle für sämtliche Nachrichtenanbieter. Die redaktionelle Auswahl kommt vom Entwickler RND Redaktionsnetzwerk Deutschland GmbH. Das kann die Nutzung übersichtlicher machen, bedeutet aber auch, dass Personen mit stark unterschiedlichen politischen, regionalen oder internationalen Interessen nicht immer dieselbe Tiefe vorfinden werden. In einem Haushalt würde ich daher nicht versuchen, LN zur einzigen Nachrichtenquelle für alle zu erklären.
Koordination statt Nachrichtenüberflutung
Die größte Gefahr bei Nachrichten-Apps ist für mich nicht fehlende Information, sondern zu viel davon. LN kann den Einstieg vereinfachen, sollte aber nicht dazu führen, dass jeder freie Moment mit neuen Meldungen gefüllt wird. Ich empfehle, feste Zeitpunkte zu wählen: etwa morgens für den Überblick und später für einen ausgewählten Beitrag. So bleibt die App nützlich, ohne den Tag ständig zu unterbrechen.
Für gemeinsam genutzte Geräte ist diese Regel besonders wertvoll. Wenn mehrere Personen laufend auf neue Inhalte reagieren, kann aus Information schnell Unruhe entstehen. Eine Person möchte vielleicht sofort über Politik lesen, während eine andere am Abend lieber einen Hintergrundbeitrag nutzt. Ein gemeinsamer Zeitplan muss nicht streng sein; schon die Vereinbarung, Benachrichtigungen nicht während gemeinsamer Mahlzeiten zu prüfen, kann die Nutzung angenehmer machen.
Ich finde es außerdem sinnvoll, Beiträge nicht nur über Überschriften weiterzugeben. Wenn du jemandem in deinem Haushalt einen Artikel empfehlen möchtest, nenne kurz den Grund: Geht es um eine aktuelle Meldung, eine Erklärung oder eine persönliche Bewertung? Diese kleine Einordnung verhindert Missverständnisse. Besonders bei Meinungsbeiträgen ist es fair, klar zu sagen, dass es sich um eine Perspektive und nicht um eine neutrale Nachricht handelt.
Die Podcast-Seite der App kann dabei einen anderen Rhythmus ermöglichen als das Lesen. Beim Kochen, Pendeln oder Aufräumen lassen sich Inhalte anhören, ohne dass jemand den Bildschirm blockiert. Das ist im Haushalt praktisch, solange die Umgebung dafür geeignet ist. In einem ruhigen Zimmer kann Audio stören, und bei Kindern sollte man berücksichtigen, dass sie Inhalte mithören können, die nicht für ihre aktuelle Situation gedacht sind.
Ein nicht sofort offensichtlicher Vorteil ist die Möglichkeit, Nachrichten als Gesprächsanlass zu nutzen, statt sie nur individuell zu konsumieren. Ich würde beispielsweise einen Hintergrundbeitrag auswählen und anschließend gemeinsam besprechen, welche Informationen sicher erscheinen und wo noch Fragen offenbleiben. Das stärkt Medienkompetenz. Gleichzeitig sollte niemand unter Druck geraten, jede Meldung kommentieren oder dieselbe Meinung übernehmen zu müssen.
Alter, Vertrauen und die Verantwortung der Erwachsenen
LN ist mit USK ab 6 Jahren gekennzeichnet. Diese Altersangabe bedeutet für mich nicht, dass sämtliche Nachrichteninhalte automatisch für jedes Kind geeignet sind. Nachrichten können Bilder, Konflikte, Katastrophen oder andere belastende Themen enthalten. Erwachsene sollten deshalb entscheiden, wann ein Kind die App nutzt und welche Beiträge gemeinsam angesehen werden. Die Alterskennzeichnung ist eine Orientierung, aber keine individuelle pädagogische Empfehlung.
Für jüngere Nutzer würde ich LN nicht einfach unbeaufsichtigt als Nachrichtenquelle bereitstellen. Besser ist es, einzelne Inhalte gemeinsam auszuwählen und anschließend über Begriffe oder Zusammenhänge zu sprechen. Ein Kind kann eine Meldung verstehen, ohne alle politischen oder gesellschaftlichen Hintergründe einordnen zu können. Hier ist die Begleitung durch Erwachsene wichtiger als die bloße Installation.
Auch Vertrauen spielt eine Rolle. Wenn ein Kind oder Teenager ein eigenes Gerät verwendet, sollte die Nutzung nicht heimlich überwacht werden. Stattdessen kann man gemeinsam besprechen, welche Quellen glaubwürdig wirken, warum Überschriften manchmal verkürzen und weshalb Meinungen von Fakten getrennt werden sollten. LN eignet sich dafür als konkreter Gesprächsanlass, aber nicht als Ersatz für Medienbildung.
Für Erwachsene ist die App wahrscheinlich am stärksten, wenn sie bewusst mit persönlichen Grenzen umgehen. Wer sich von schlechten Nachrichten schnell belastet fühlt, sollte keine dauerhafte Benachrichtigungsroutine einrichten, sondern die App gezielt öffnen. Wer dagegen gerne laufend informiert bleibt, kann die Mischung aus aktuellen Meldungen und längeren Beiträgen als angenehmer empfinden als eine reine Schlagzeilen-App.
Ich würde LN außerdem nicht als alleinige Quelle für Entscheidungen verwenden, die hohe persönliche Bedeutung haben. Bei Gesundheit, Geld, Recht oder sicherheitsrelevanten Fragen braucht es jeweils passende Fachquellen. Eine Nachrichten-App kann erklären, was öffentlich diskutiert wird, aber sie ersetzt keine individuelle Beratung. Diese Grenze ist im Familienalltag besonders wichtig, weil eine weitergeleitete Meldung schnell als konkrete Handlungsanweisung verstanden werden kann.
Was die Bewertung über die Alltagstauglichkeit verrät
LN kommt im Store auf einen Durchschnitt von 3,7 bei über 300 Bewertungen. Für mich wirkt das wie ein Hinweis auf eine App mit erkennbarem Nutzen, aber nicht ohne Reibung. Die Bewertung ist kein endgültiges Urteil, zeigt jedoch, dass Interessierte mit unterschiedlichen Erwartungen an das Angebot herangehen. Wer eine fokussierte redaktionelle Auswahl möchte, kann zufriedener sein als jemand, der eine komplett offene Nachrichtenplattform erwartet.
Mit über 10.000 Installationen ist LN kein völlig unbekanntes Nischenprojekt, aber auch keine App, die auf jedem Smartphone selbstverständlich vorinstalliert ist. Das passt zu meinem Eindruck: Sie ist vor allem für Menschen interessant, die bewusst ein bestimmtes Nachrichtenangebot ausprobieren möchten. Für einen Haushalt, in dem bereits mehrere etablierte Nachrichten-Apps genutzt werden, ist die Frage weniger „Brauchen wir noch eine App?“ als „Bietet uns diese redaktionelle Perspektive einen echten Mehrwert?“
Die Antwort hängt stark vom Nutzungsstil ab. Wenn du morgens eine verlässliche Auswahl lesen und später in Hintergründe eintauchen möchtest, ist LN plausibel. Wenn du Nachrichten aus vielen verschiedenen Medien vergleichen willst, sind ein klassischer Browser, mehrere Verlag-Apps oder ein Nachrichten-Aggregator wahrscheinlich besser. Diese Alternativen bieten mehr Vielfalt, können aber auch unübersichtlicher sein und stärker zur endlosen Auswahl verleiten.
Ein weiterer Trade-off betrifft Meinungen. Für manche Leser machen Kommentare und Einordnungen eine Nachricht erst verständlich. Andere möchten strikt bei Meldungen bleiben und Bewertungen selbst aus verschiedenen Quellen ableiten. LN ist für die erste Gruppe interessanter. Wenn du Meinungsbeiträge grundsätzlich vermeiden möchtest, solltest du die Inhalte bewusst auswählen und nicht jede Überschrift als reine Faktenmeldung behandeln.
Die kostenlose Installation senkt die Einstiegshürde. Gleichzeitig solltest du bei kostenpflichtigen In-App-Angeboten aufmerksam bleiben, besonders auf einem gemeinsam verwendeten Android-Gerät. Ich würde vor jeder kostenpflichtigen Entscheidung prüfen, wer das Angebot nutzen soll, über welches Google-Play-Konto abgerechnet wird und ob der Mehrwert für den Haushalt wirklich dauerhaft besteht. So bleibt aus einem spontanen Klick keine unerwartete Ausgabe.
Für wen LN gut passt und wann ich abraten würde
Ich würde LN einer Person empfehlen, die Nachrichten gern in deutscher Sprache und mit redaktioneller Auswahl konsumiert, aber nicht jeden Tag viele verschiedene Quellen öffnen möchte. Auch für Haushalte, in denen Erwachsene aktuelle Themen gelegentlich gemeinsam besprechen, ist die App interessant. Die Kombination aus kurzen Nachrichten, Hintergründen, Meinungen und Podcasts erlaubt unterschiedliche Formen der Nutzung, ohne dass alle denselben Zeitplan haben müssen.
Gut passt sie auch zu Menschen, die Nachrichten nicht nur über soziale Netzwerke aufnehmen möchten. Dort stehen häufig einzelne Ausschnitte, Kommentare oder zugespitzte Überschriften im Vordergrund. LN bietet einen bewussteren Einstieg in redaktionell ausgewählte Inhalte. Trotzdem bleibt es sinnvoll, bei strittigen Themen weitere Perspektiven heranzuziehen und nicht jede App als vollständiges Bild der Welt zu behandeln.
Ich würde eher abraten, wenn du eine vollständig personalisierbare Sammlung internationaler Quellen suchst oder möglichst viele Medien in einer Oberfläche vergleichen möchtest. Dafür sind andere Angebote geeigneter. Auch wer Nachrichten grundsätzlich werbefrei, ohne mögliche kostenpflichtige Zusatzangebote oder ausschließlich als kurze Stichpunkte konsumieren möchte, sollte vor der regelmäßigen Nutzung genau prüfen, ob der Aufbau zu den eigenen Gewohnheiten passt.
Für Kinder ist LN aus meiner Sicht kein Produkt, das man einfach auf ein Gerät legt und sich selbst überlässt. Die Kennzeichnung ab 6 Jahren kann den Einstieg erleichtern, aber Erwachsene müssen Inhalte auswählen und Gespräche begleiten. In einem Haushalt mit jüngeren Kindern würde ich die App eher gemeinsam nutzen als als dauerhaft frei zugängliche Quelle.
Mein wichtigster Praxistipp lautet deshalb: Lege vor der Installation fest, ob LN persönlich oder gemeinschaftlich genutzt werden soll. Bei persönlicher Nutzung kannst du deinen eigenen Rhythmus entwickeln. Bei gemeinsamer Nutzung solltest du Konten, Käufe, Benachrichtigungen und geeignete Lesezeiten vorher besprechen. Diese vier Punkte verhindern mehr Frust als jede nachträgliche Suche nach einer versteckten Einstellung.
Mein Haushaltsurteil zu LN – Nachrichten und Podcast
Nach meiner Nutzung sehe ich LN als solide Nachrichten-App für Menschen, die eine redaktionell geführte Auswahl mit aktuellen Meldungen, Hintergründen, Meinungen und Podcasts bevorzugen. Sie wirkt besonders dann sinnvoll, wenn Nachrichten bewusst und in unterschiedlichen Zeitlängen konsumiert werden sollen. Im gemeinsamen Haushalt kann sie Gespräche anstoßen und mehrere Nutzungsweisen ermöglichen, verlangt aber klare Absprachen bei Geräten, Konten und kostenpflichtigen Angeboten.
Die App ist kostenlos startbar, für Android ab Version 8.0 geeignet und für ein breites Altersspektrum gekennzeichnet. Das macht den Einstieg leicht, sagt aber nichts darüber aus, ob jede Nachricht für jedes Familienmitglied passend ist. Genau hier liegt die Verantwortung bei den Nutzern: Inhalte auswählen, Perspektiven unterscheiden und wichtige Themen nicht aus einer einzigen Quelle übernehmen.
Ich würde LN daher nicht als vollständigen Ersatz für alle anderen Nachrichtenangebote empfehlen. Als fokussierter Begleiter für den Tagesüberblick und ausgewählte Vertiefungen hat sie jedoch ihren Platz. Meine Empfehlung: Nutze LN als bewusst gewählte redaktionelle Basis, nicht als automatische Dauerbeschallung und nicht als einzige Stimme im Haushalt.
Wenn du diese Grenze akzeptierst, kann die App im Alltag angenehm unaufdringlich funktionieren. Eine Person liest kurz, eine andere hört später einen Podcast, und ein Beitrag wird am Abend gemeinsam besprochen. Für genau solche Abläufe finde ich LN überzeugender als für den Versuch, sämtliche Nachrichteninteressen einer Familie in einer einzigen App abzudecken.
Unter dem Strich ist LN – Nachrichten und Podcast für mich eine empfehlenswerte Wahl für deutschsprachige Leser, die Orientierung und Einordnung in einer überschaubaren Umgebung suchen. Wer maximale Vielfalt, streng getrennte persönliche Bereiche oder eine komplett andere Nachrichtenlogik erwartet, sollte sich nach einer Ergänzung oder Alternative umsehen. Für einen Haushalt mit klaren Regeln und realistischen Erwartungen ist die App aber ein brauchbarer, vielseitiger Nachrichtenbegleiter.
Vorteile
- Übersichtliche App mit schneller Navigation zwischen Ressorts und Podcasts.
- Nachrichten lassen sich unterwegs auch bei schwächerer Verbindung gut lesen.
- Podcasts bieten eine angenehme Ergänzung zur klassischen Textberichterstattung.
- Regionale und nationale Themen sind in einer App gebündelt verfügbar.
- Die Inhalte wirken seriös recherchiert und klar verständlich aufbereitet.
Nachteile
- Einige Inhalte können nur mit kostenpflichtigem Abo vollständig genutzt werden.
- Werbung kann den Lesefluss und die Übersichtlichkeit einzelner Bereiche beeinträchtigen.
- Die Podcast-Auswahl ist kleiner als bei spezialisierten Audio-Plattformen.
- Push-Benachrichtigungen können bei vielen Meldungen schnell störend wirken.
- Der Akkuverbrauch steigt bei längeren Podcast-Sitzungen und häufigen Aktualisierungen.
FAQ
Was ist LN – Nachrichten und Podcast und welche Inhalte bietet die App?
LN – Nachrichten und Podcast ist eine Nachrichten-App der Lübecker Nachrichten, die aktuelle Meldungen aus Schleswig-Holstein, Lübeck und der umliegenden Region bündelt. Je nach Angebot finden Nutzer regionale und überregionale Nachrichten, Berichte, Kommentare sowie verschiedene Audioformate und Podcasts. Die App richtet sich besonders an Leser, die Nachrichten und lokale Themen übersichtlich auf dem Smartphone verfolgen möchten.
Ist die Nutzung von LN – Nachrichten und Podcast kostenlos?
Die App kann in der Regel kostenlos heruntergeladen werden, allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass sämtliche Inhalte ohne Einschränkungen verfügbar sind. Einzelne Artikel, Premiumberichte oder zusätzliche Funktionen können ein Abonnement beziehungsweise ein bestehendes Digitalabo voraussetzen. Vor dem Download oder Abschluss eines Abos sollten Nutzer die aktuellen Preise, enthaltenen Leistungen und Bedingungen direkt in der App oder im jeweiligen App Store prüfen.
Benötige ich ein Benutzerkonto oder ein Abonnement, um alle Inhalte zu lesen?
Für frei zugängliche Nachrichten ist möglicherweise kein Benutzerkonto erforderlich. Wenn Sie jedoch auf exklusive Artikel, das vollständige digitale Angebot oder bestimmte Podcast- und Zusatzfunktionen zugreifen möchten, kann eine Registrierung oder ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig sein. Die genauen Voraussetzungen können sich ändern. Deshalb empfiehlt es sich, die Hinweise zur Anmeldung und zu den verfügbaren Abo-Modellen in der App aufmerksam zu lesen.
Kann ich Nachrichten und Podcasts auch offline nutzen?
Ob Inhalte offline verfügbar sind, hängt von der jeweiligen Version der App und der konkreten Funktion ab. Nachrichten werden normalerweise online geladen und benötigen eine aktive Internetverbindung, während Podcasts möglicherweise gestreamt oder – sofern unterstützt – vorab heruntergeladen werden können. Für unterwegs sollten Nutzer die gewünschten Audioinhalte deshalb möglichst über WLAN vorbereiten und prüfen, ob der Download tatsächlich abgeschlossen wurde.
Für welche Geräte ist LN – Nachrichten und Podcast geeignet und welche Berechtigungen werden benötigt?
LN – Nachrichten und Podcast ist für mobile Geräte mit Android oder iOS vorgesehen, sofern die jeweilige Betriebssystemversion unterstützt wird. Für aktuelle Meldungen und Audioinhalte benötigt die App normalerweise eine Internetverbindung. Je nach Nutzung kann sie außerdem Benachrichtigungen anfordern, damit neue Nachrichten angezeigt werden. Wer möglichst wenig persönliche Daten freigeben möchte, sollte die Berechtigungen vor der Bestätigung kontrollieren und nur notwendige Zugriffe erlauben.

















