DSLR Camera Pro
Nur für Android3,49 €· Nutzerbewertung
Wer mit dem Smartphone fotografiert, möchte manchmal mehr Kontrolle als die vorinstallierte Kamera bietet. Genau hier setzt DSLR Camera Pro an: Die App von Geeky Devs Studio richtet sich an Android-Nutzer, die ihre Aufnahmen bewusster gestalten möchten, statt jedes Bild vollständig der Automatik zu überlassen. Ich habe sie als Fotografie-App betrachtet und dabei besonders darauf geachtet, wie sie sich im Alltag anfühlt, für wen sie sinnvoll ist und wo die Erwartungen besser realistisch bleiben sollten.
Mein erster Eindruck ist zwiespältig. Der Ansatz ist klar und angenehm direkt, doch die App wirkt nicht wie eine moderne Komplettlösung für jede fotografische Situation. Sie ist eher ein Werkzeug für Menschen, die beim Auslösen etwas genauer hinschauen und mit den Möglichkeiten ihres Geräts experimentieren wollen. Das kann sehr befriedigend sein, verlangt aber auch Geduld. Wer nur schnell ein gutes Foto aufnehmen, automatisch bearbeiten und anschließend sofort teilen möchte, findet in der Standardkamera oder einer stärker auf Komfort ausgelegten Alternative wahrscheinlich den einfacheren Weg.
Wie sich DSLR Camera Pro heute anfühlt
Die Anwendung gehört zur Kategorie Fotografie und trägt den kurzen Store-Hinweis „DSLR Camera Pro“. Schon diese Bezeichnung setzt eine bestimmte Erwartung: Man denkt an eine Kamera-App, die sich stärker an klassischen Aufnahmegeräten orientiert als an einer typischen Point-and-Shoot-Oberfläche. In der Praxis ist genau diese Ausrichtung der wichtigste Grund, die App zu installieren. Sie spricht nicht in erster Linie Menschen an, die möglichst wenig einstellen möchten, sondern Nutzer, die den Aufnahmevorgang bewusster erleben wollen.
Ich würde die App deshalb nicht als Ersatz für eine echte DSLR-Kamera beschreiben. Ein Smartphone bleibt bei Objektiv, Sensorgröße und der Verarbeitung des Bildes von der Hardware abhängig. Die Software kann vorhandene Möglichkeiten zugänglicher machen, aber sie zaubert keine professionelle Kameraausrüstung in das Telefon. Wer diesen Unterschied versteht, wird mit der Anwendung deutlich zufriedener sein als jemand, der von jedem Handy dieselbe Kontrolle und Bildwirkung wie von einer Systemkamera erwartet.
Aktuell liegt die Anwendung in Version 3.1 vor und unterstützt Geräte ab Android 4.1. Das macht sie grundsätzlich auch für ältere Smartphones interessant, sofern die jeweilige Hardware mit den angebotenen Kamera-Funktionen sauber zusammenspielt. Gerade bei Kamera-Apps ist das Betriebssystem allein jedoch nicht der entscheidende Faktor. Die Qualität der Kamera-Schnittstelle, die Fähigkeiten des Sensors und die Umsetzung des jeweiligen Herstellers beeinflussen das Ergebnis mindestens ebenso stark.
Die Altersfreigabe „USK ab 0 Jahren“ passt zum Charakter der App. Es handelt sich um ein Werkzeug zum Fotografieren, nicht um ein Spiel mit problematischen Inhalten. Der Preis beträgt 3,49 Euro. Für mich ist das eine Entscheidung, die stärker vom eigenen Nutzungsverhalten als von der reinen Funktionsmenge abhängt: Wer regelmäßig fotografiert und manuelle Kontrolle wirklich nutzt, kann den Kauf sinnvoll finden. Wer nur gelegentlich ein Dokument oder ein Urlaubsbild aufnimmt, sollte zuerst prüfen, ob die bereits installierte Kamera nicht ausreicht.
Bedienung statt bloßer Automatik
Der größte Reiz liegt in der Idee, die Kamera nicht nur als Auslöser zu verwenden. Ich finde solche Apps besonders dann nützlich, wenn Licht und Motiv nicht dem typischen Schnappschuss entsprechen. Bei einer Innenaufnahme mit hellem Fenster im Hintergrund, einem ruhigen Motiv am Abend oder einer Szene, bei der die automatische Belichtung ständig neu reagiert, kann eine bewusstere Steuerung helfen. Man muss allerdings bereit sein, vor dem Auslösen kurz zu prüfen, was die Kamera gerade macht.
Das ist zugleich die erste wichtige Alltagserkenntnis: Mehr Kontrolle bedeutet nicht automatisch bessere Bilder. Wenn sich das Motiv bewegt, kann eine manuelle Entscheidung zu spät kommen. Bei Kindern, Tieren oder spontanen Straßenszenen ist die schnelle Automatik oft überlegen, weil sie weniger Zeit kostet. DSLR Camera Pro passt daher eher zu statischen oder halbwegs planbaren Motiven. Für den schnellen Moment würde ich weiterhin zuerst die Standardkamera öffnen.
Ein sinnvoller Arbeitsablauf besteht darin, die App nicht bei jedem Foto zu verwenden, sondern gezielt. Ich würde sie für eine kleine Serie desselben Motivs öffnen, die Lichtwirkung prüfen und anschließend mehrere Varianten aufnehmen. So lässt sich vergleichen, ob die eigene Einstellung tatsächlich besser aussieht oder nur kontrollierter wirkt. Dieser Unterschied ist wichtig: Ein technisch bewusst aufgenommenes Bild ist nicht automatisch ein schöneres Bild.
Was die Entwicklung bis Version 3.1 bedeutet
Die aktuelle Version 3.1 zeigt, dass die Anwendung nicht bei ihrem ursprünglichen Stand geblieben ist. Sie wurde erstmals am 11.12.2013 veröffentlicht und gehört damit zu einer älteren Generation von Android-Fotografie-Apps. Das erklärt teilweise, warum die App nicht unbedingt den Eindruck einer heutigen, stark automatisierten Kamera-Plattform vermittelt. Ihre Entwicklung ist eher als Weiterführung eines klassischen Kamera-Konzepts zu verstehen, nicht als kompletter Neustart mit allen modernen Komfortideen.
Für bestehende Nutzer ist das eine gemischte Nachricht. Einerseits bleibt die grundlegende Ausrichtung erhalten: Wer die App schon kennt und ihren direkten Kameraansatz mag, muss sich nicht auf ein völlig anderes Produkt einstellen. Andererseits sollte man von einer neuen Versionsnummer keine automatische Revolution erwarten. Die Zahl 3.1 allein sagt nichts darüber aus, wie stark sich die App auf einem konkreten Smartphone verändert. Entscheidend ist, ob die vorhandene Kamera-Hardware und die Android-Implementierung die Funktionen zuverlässig unterstützen.
Ich würde die Entwicklung deshalb vor allem unter dem Gesichtspunkt der Kompatibilität betrachten. Die Unterstützung ab Android 4.1 öffnet die App für ältere Geräte, kann aber auch bedeuten, dass moderne Komfortfunktionen oder aktuelle Systemkonzepte nicht im Mittelpunkt stehen. Für jemanden mit einem älteren Telefon ist das ein Vorteil, weil die Anwendung überhaupt in Betracht kommt. Besitzer eines neuen Geräts sollten dagegen genau überlegen, ob die Standardkamera ihres Herstellers nicht bereits eine ähnlich direkte Bedienung mit besserer Geräteanpassung bietet.
Für wen sich der Kauf wirklich lohnt
Die rund 50.000 Installationen zeigen, dass die App eine erkennbare Nutzergruppe erreicht, auch wenn sie kein Massenwerkzeug für jedes Smartphone ist. Die durchschnittliche Bewertung von 2,8 aus etwa 1.800 Bewertungen fällt allerdings eher verhalten aus. Ich lese das nicht als eindeutiges Urteil gegen die Anwendung, sondern als Hinweis darauf, dass Kamera-Apps stark von Gerät, Erwartung und persönlichem Arbeitsstil abhängen. Was auf einem Telefon nützlich ist, kann auf einem anderen weniger überzeugend wirken.
Besonders gut passt die App zu Hobbyfotografen, die sich mit Belichtung und Bildgestaltung beschäftigen möchten, ohne sofort eine separate Kamera zu kaufen. Auch für Lernende kann sie interessant sein, weil sie dazu zwingt, nicht jede Entscheidung der Automatik zu überlassen. Wer beispielsweise Architektur, Pflanzen, Gegenstände oder ruhige Landschaften fotografiert, hat genügend Zeit, die Aufnahme vorzubereiten und Unterschiede zwischen mehreren Einstellungen zu erkennen.
Ein konkretes Beispiel aus dem Alltag: Ich stelle mir eine kleine Wohnung mit wenig Tageslicht vor, in der ein Möbelstück für einen Verkauf fotografiert werden soll. Die Standardkamera hellt das Bild möglicherweise stark auf, wodurch Flächen flach wirken oder helle Bereiche ausbrennen. Mit einer stärker kontrollierten Aufnahme kann man zunächst das Motiv ordnen, störende Lichtquellen beachten und mehrere Varianten speichern. Der entscheidende Vorteil liegt hier nicht in einem magischen Effekt, sondern darin, dass man den Prozess bewusster steuert.
Weniger geeignet ist die App für Menschen, die vor allem Porträts mit automatischer Hintergrundunschärfe, Nachtbilder mit aufwendiger Mehrfachverarbeitung oder sofortige soziale Freigaben erwarten. Solche Aufgaben werden von vielen aktuellen Herstellerkameras oft bequemer gelöst. Auch wer eine große Auswahl an Filtern, Collagen und Nachbearbeitungswerkzeugen sucht, sollte eher zu einer spezialisierten Foto-App greifen. DSLR Camera Pro konzentriert sich auf die Aufnahme und ist deshalb nicht automatisch die beste Wahl für den gesamten Weg vom Auslösen bis zum fertigen Beitrag.
Stärken im praktischen Fotoworkflow
Eine Stärke, die im kurzen Store-Text leicht untergeht, ist die Möglichkeit, die eigene Aufmerksamkeit vom Ergebnis zurück auf den Aufnahmeprozess zu lenken. Das klingt zunächst unspektakulär, verändert aber die Nutzung. Wenn ich nicht nur auf den Auslöser tippe, sondern vorab Motiv, Licht und Bildausschnitt prüfe, entstehen oft bessere Entscheidungen. Die App eignet sich damit auch als Übungswerkzeug: nicht weil sie automatisch bessere Bilder produziert, sondern weil sie eine langsamere und bewusstere Arbeitsweise unterstützt.
Ein zweiter nützlicher Ansatz ist die Verwendung bei wiederholbaren Motiven. Bei einer Serie von Produktfotos, mehreren Bildern desselben Raums oder einer kleinen Dokumentation ist es hilfreich, nicht jedes Bild völlig anders entstehen zu lassen. Ich würde zuerst eine passende Einstellung finden, anschließend den Bildausschnitt möglichst konstant halten und erst danach die Serie aufnehmen. So werden die Bilder untereinander vergleichbarer. Das ist besonders praktisch, wenn später nicht jedes Foto einzeln stark korrigiert werden soll.
Ein dritter Punkt betrifft die Erwartung an ältere Geräte. Eine Kamera-App kann ein altes Smartphone länger brauchbar machen, wenn die Hardware grundsätzlich noch ordentliche Bilder liefert. Sie kann aber auch Grenzen sichtbar machen, die vorher von der Automatik kaschiert wurden. Bei wenig Licht treten Rauschen, Verwacklungen oder langsame Reaktionen deutlicher hervor. Ich würde deshalb vor dem Kauf einige Testmotive mit der vorhandenen Kamera aufnehmen und anschließend prüfen, ob mehr Kontrolle tatsächlich fehlt oder ob die Hardware selbst der begrenzende Faktor ist.
Für Einsteiger empfehle ich, nicht sofort jede verfügbare Einstellung zu verändern. Besser ist ein schrittweises Vorgehen: zuerst ein Motiv auswählen, dann nur eine Variable bewusst anpassen und anschließend das Ergebnis mit der Automatik vergleichen. Wer alles gleichzeitig verändert, weiß am Ende nicht, welche Entscheidung geholfen hat. Gerade bei einer älteren Kamera-App kann diese methodische Nutzung mehr bringen als das bloße Durchprobieren sämtlicher Optionen.
Wo die Grenzen im Alltag spürbar werden
Die größte Reibung entsteht durch den Spagat zwischen dem Namen und der Realität eines Smartphones. Der Begriff DSLR weckt bei vielen Nutzern die Vorstellung einer umfassenden professionellen Steuerzentrale. Eine App kann jedoch nur das anbieten und beeinflussen, was das Gerät und die Android-Kamera-Schnittstelle zulassen. Deshalb würde ich die Bezeichnung eher als Hinweis auf den Bedienansatz verstehen, nicht als Versprechen, dass jedes Telefon zu einer echten Spiegelreflexkamera wird.
Auch die Geräteabhängigkeit sollte man ernst nehmen. Zwei Android-Smartphones mit derselben Mindestversion können sich bei Kameraqualität, Fokusverhalten und unterstützten Steuerungen deutlich unterscheiden. Wenn eine Funktion auf dem eigenen Gerät nicht so reagiert wie erwartet, muss das nicht zwingend an der App allein liegen. Für Nutzer, die eine garantiert einheitliche Erfahrung suchen, ist eine stark auf ein bestimmtes Smartphone abgestimmte Herstellerkamera oft die sicherere Wahl.
Die Bewertung von 2,8 und die Zahl von 34 vorhandenen Rezensionen laden außerdem dazu ein, die Anwendung nicht blind zu kaufen. Ich würde die Rückmeldungen anderer Nutzer nicht pauschal auf das eigene Gerät übertragen, aber ich würde sie als Warnsignal für unterschiedliche Erfahrungen lesen. Besonders bei einer kostenpflichtigen Kamera-App sollte man sich fragen, ob man die manuelle Ausrichtung wirklich regelmäßig nutzen wird. Wenn die Antwort nein lautet, ist der Mehrwert wahrscheinlich zu klein.
Ein weiterer praktischer Nachteil ist die Lernkurve. Selbst eine überschaubare Oberfläche kann zunächst langsamer wirken als die vorinstallierte Kamera. Das fällt unterwegs besonders auf: Bei einem spontanen Motiv möchte ich nicht erst überlegen, welche Einstellung gerade sinnvoll ist. Für solche Situationen bleibt die Automatik überlegen. Die App ist daher kein Werkzeug, das ich pauschal anstelle der Standardkamera verwenden würde, sondern eine Ergänzung für bewusst geplante Aufnahmen.
Vergleich mit Standardkamera und anderen Foto-Apps
Im Vergleich zur Standardkamera liegt der mögliche Vorteil von DSLR Camera Pro in der bewussteren Bedienung. Die Hersteller-App gewinnt dagegen meist bei Schnelligkeit, automatischer Bildverarbeitung und Anpassung an die konkrete Hardware. Wer häufig bei wechselndem Licht fotografiert oder Menschen in Bewegung festhalten möchte, wird mit der Standardlösung vermutlich weniger Aufwand haben. Wer dagegen bei einem ruhigen Motiv selbst Entscheidungen treffen möchte, kann die zusätzliche Kontrolle schätzen.
Gegenüber umfangreichen Foto-Apps mit Bearbeitung, Filtern und Cloud-Workflow wirkt die Anwendung fokussierter. Das ist kein Nachteil für jeden Nutzer. Ich finde es sogar angenehm, wenn eine Kamera-App nicht versucht, gleichzeitig ein soziales Netzwerk, ein Bildeditor und ein Archiv zu sein. Allerdings braucht man dann für Zuschnitt, Farbkorrektur oder kreative Effekte wahrscheinlich ein weiteres Werkzeug. Der gesamte Prozess wird dadurch weniger bequem als bei einer integrierten Komplettlösung.
Im Vergleich zu einer echten Systemkamera bleibt das Smartphone natürlich kompakter und sofort verfügbar, bietet aber nicht dieselbe optische Flexibilität. DSLR Camera Pro kann den fotografischen Blick schärfen und aus der vorhandenen Hardware mehr Bedienbarkeit herausholen. Sie ersetzt weder Wechselobjektive noch einen größeren Sensor. Wer langfristig mit Brennweiten, Tiefenschärfe und umfangreicher Nachbearbeitung arbeiten möchte, sollte das Geld eher in eine passende Kameraausrüstung oder eine darauf abgestimmte Anwendung investieren.
Was ich vor der Installation prüfen würde
Vor dem Kauf würde ich zunächst das eigene Telefonmodell und die Android-Version kontrollieren. Die Mindestanforderung liegt bei Android 4.1, doch diese Zahl garantiert nicht, dass jede Kamera-Funktion auf jedem Gerät gleich arbeitet. Danach würde ich überlegen, welche Aufnahmen tatsächlich verbessert werden sollen. Geht es um ruhige Motive und mehr Einfluss auf die Aufnahme, spricht das für die App. Geht es um automatische Nachtbilder, Porträt-Effekte oder schnelle Freigaben, spricht mehr für eine andere Lösung.
Ich würde außerdem den Preis von 3,49 Euro gegen die geplante Nutzung stellen. Für regelmäßiges Fotografieren ist das überschaubar, aber ein günstiger Preis macht eine unpassende App nicht automatisch sinnvoll. Wer nur einmal im Monat fotografiert, wird wahrscheinlich kaum von einer manuellen Kamera profitieren. Wer dagegen eine ältere Hardware weiterverwenden und sich intensiver mit Fotografie beschäftigen möchte, kann den Kauf als kleines Lernwerkzeug betrachten.
Nach der Installation sollte man nicht nur ein einzelnes Bild beurteilen. Besser ist ein kurzer Test mit drei Situationen: einem hellen Außenmotiv, einer Innenaufnahme und einem ruhigen Motiv bei schwächerem Licht. Dabei sollte man jeweils die Standardkamera und DSLR Camera Pro verwenden und nicht nur die Bildschärfe, sondern auch Bediengeschwindigkeit, Fokusverhalten und den eigenen Aufwand vergleichen. Diese Methode beantwortet die wichtigste Frage zuverlässiger als ein Blick auf den App-Namen.
Was bei einer weiteren Entwicklung wichtig wäre
Bei einer künftigen Weiterentwicklung würde ich besonders auf eine noch klarere Anpassung an unterschiedliche Android-Geräte achten. Gerade bei Kamera-Apps entscheidet die Verbindung zwischen Software und Hardware über den praktischen Wert. Eine verständliche Rückmeldung darüber, welche Steuerung das jeweilige Telefon tatsächlich unterstützt, würde Einsteigern helfen und falsche Erwartungen vermeiden.
Ebenso wichtig wäre für mich, dass der klassische Kameraansatz nicht durch unnötige Zusatzfunktionen verwässert wird. Die App muss nicht zur vollständigen Bildbearbeitung werden, wenn ihre Stärke in der Aufnahme liegt. Sinnvoller wären Verbesserungen, die den fotografischen Ablauf zuverlässiger und übersichtlicher machen. Dabei sollte die einfache Idee erhalten bleiben: Ich öffne die Kamera, richte mein Motiv aus und treffe bewusste Entscheidungen.
Bestehende Nutzer sollten bei Version 3.1 vor allem beobachten, ob die App auf ihrem Gerät stabil und schnell genug arbeitet. Neue Nutzer sollten nicht allein von der DSLR-Bezeichnung ausgehen, sondern die Anwendung als fokussiertes Werkzeug für manuelle Fotografie betrachten. Das ist eine faire Erwartung und verhindert Enttäuschungen. Die Entwicklung seit dem ursprünglichen Erscheinen zeigt eine fortgesetzte Produktpflege, sagt aber nicht automatisch, dass die App jede moderne Kamera-Alternative übertrifft.
Mein Fazit fällt deshalb bewusst differenziert aus. DSLR Camera Pro ist für mich eine interessante Wahl für Android-Nutzer, die beim Fotografieren mehr Einfluss nehmen und sich mit der Aufnahme auseinandersetzen möchten. Der Preis ist überschaubar, die Altersfreigabe unkompliziert, und die Unterstützung älterer Android-Versionen kann ein echter Vorteil sein. Gleichzeitig sprechen die eher verhaltene Durchschnittsbewertung, die Geräteabhängigkeit und der fehlende Komfort einer modernen Komplettkamera gegen eine uneingeschränkte Empfehlung.
Ich würde die App einem Freund empfehlen, der ruhige Motive fotografiert, gern experimentiert und die Standardkamera bewusst ergänzen möchte. Für spontane Schnappschüsse, automatische Spezialeffekte oder eine umfassende Bearbeitung danach würde ich dagegen eine andere Lösung wählen. Die richtige Entscheidung hängt hier weniger vom Namen als vom eigenen fotografischen Arbeitsstil ab. Wer Kontrolle als Lernchance versteht, kann mit der Anwendung Freude haben; wer vor allem Geschwindigkeit und perfekte Automatik sucht, wird wahrscheinlich schneller bei der vorinstallierten Kamera bleiben.
Vorteile
- Manuelle Steuerung von ISO
- Verschlusszeit und Fokus für kreative Aufnahmen.
- Unterstützt RAW-Aufnahmen für eine bessere Nachbearbeitung.
- Histogramm und Belichtungskontrolle erleichtern präzise Fotoeinstellungen.
- Kein integrierter Cloud-Zwang – Fotos bleiben lokal auf dem Gerät.
- Übersichtliche Oberfläche mit schnellem Zugriff auf wichtige Bedienelemente.
Nachteile
- Viele Funktionen hängen von der Kamera-Hardware des Smartphones ab.
- RAW-Dateien benötigen deutlich mehr Speicherplatz als normale JPEGs.
- Die App kann Einsteiger durch die vielen manuellen Optionen überfordern.
- Nicht jedes Smartphone unterstützt alle angebotenen Kameraeinstellungen.
- Für Videoaufnahmen bietet die App deutlich weniger Funktionen als für Fotos.
FAQ
Was ist DSLR Camera Pro und für wen eignet sich die App?
DSLR Camera Pro ist eine manuelle Kamera-App für Android, die mehr Kontrolle über die Aufnahme bietet als die standardmäßige Smartphone-Kamera. Je nach unterstütztem Gerät können Nutzer unter anderem Fokus, Belichtungszeit, ISO, Weißabgleich und Belichtungskorrektur anpassen. Sie eignet sich besonders für Fotografie-Einsteiger, die manuelle Einstellungen lernen möchten, sowie für erfahrene Nutzer, die bei schwierigen Lichtverhältnissen gezielter arbeiten wollen.
Welche manuellen Kameraeinstellungen bietet DSLR Camera Pro?
Der Funktionsumfang kann je nach Smartphone, Android-Version und Kamera-Hardware unterschiedlich ausfallen. Üblicherweise stehen manuelle Optionen wie ISO, Fokus, Weißabgleich, Belichtungskorrektur und teilweise die Verschlusszeit zur Verfügung. Vor dem Download sollte man deshalb die Kompatibilität des eigenen Geräts prüfen. Einige Funktionen sind möglicherweise nur mit bestimmten Kamerasensoren verfügbar oder werden vom Hersteller eingeschränkt.
Funktioniert DSLR Camera Pro mit jedem Android-Smartphone?
Nein, die App funktioniert nicht zwangsläufig mit jedem Android-Smartphone vollständig. Entscheidend sind die vom Gerät unterstützten Kamera-APIs, die Android-Version und die Freigaben des jeweiligen Herstellers. Auf manchen Geräten lassen sich nur grundlegende Funktionen verwenden, während manuelle Belichtung oder Fokus nicht verfügbar sind. Wer die App nutzen möchte, sollte vorab die Systemanforderungen und Nutzerbewertungen für das eigene Smartphone kontrollieren.
Ist DSLR Camera Pro für Anfänger leicht zu bedienen?
Die App richtet sich stärker an Nutzer, die bewusst manuell fotografieren möchten, als an Personen, die ausschließlich auf automatische Aufnahmen setzen. Die Oberfläche kann anfangs etwas anspruchsvoll wirken, weil mehrere Einstellungen gleichzeitig verfügbar sind. Nach einer kurzen Eingewöhnung sind die wichtigsten Funktionen jedoch verständlich. Anfänger profitieren davon, zunächst mit ISO, Belichtungskorrektur und manuellem Fokus zu experimentieren und die Ergebnisse direkt zu vergleichen.
Benötigt DSLR Camera Pro besondere Berechtigungen oder entstehen zusätzliche Kosten?
Für die Aufnahme und Speicherung von Fotos benötigt DSLR Camera Pro normalerweise Zugriff auf die Kamera sowie auf den Speicher beziehungsweise die Medien des Geräts. Diese Berechtigungen sollten nur erteilt werden, wenn sie für die gewünschte Nutzung nachvollziehbar sind. Ob die App kostenlos, werbefinanziert oder kostenpflichtig ist, kann je nach Version und Store variieren. Vor der Installation empfiehlt sich daher ein Blick auf die aktuelle Store-Beschreibung und mögliche In-App-Käufe.

















